Konvent erkundet Genf

- 30.05.2025 - 

Bei einer Studienreise haben 18 Mitglieder des Konvents des Badischen Enzkreises Genf erkundet. Pfarrerin Dr. Katrin Hildenbrand stellte bei einer Stadtführung die Geschichte der Stadt vor, die untrennbar mit dem Wirken der Reformatoren Guillaume Farel, Johannes Calvin und Théodore de Bèze verknüpft ist.

Bei einer Studienreise haben 18 Mitglieder des Konvents des Badischen Enzkreises Genf erkundet. Bild: privat
Bei einem Gang durch die Altstadt, in der sich das Wohnhaus des Gründers des Internationalen Roten Kreuzes, Henry Dunant, befindet, konnte auch das Reformationsmuseum besucht werden. Die Gruppe nahm außerdem am wöchentlichen Ökumenischen Friedensgebet in der Lutherischen Kirche teil. Dr. Christian Ferber, Pfarrer an der Lutherischen Kirche, stellte in einem Vortrag die Arbeit der Gemeinde vor. Dabei ging es auch um die Lage der Evangelischen in der Stadt. Überraschend war, wie strikt die Trennung von Staat und Kirche dabei gehandhabt wird. So gibt es beispielsweise keinen Religionsunterricht an den Schulen und die Gemeinde darf auf öffentlichen Plätzen nicht für den christlichen Glauben werben. Taufen im Genfer See sind undenkbar, und es ist nicht erlaubt, Plakate an den Zäunen des Gemeindegeländes anzubringen. Der Martinsumzug ist nur möglich, weil er als deutsches Kulturfest angemeldet wird. Faszinierend ist, wie eine sich selbst finanzierende Gemeinde in einem völlig säkularisierten Umfeld aktiv sein kann. Natürlich durfte auch eine 50-minütige Fahrt über den Genfer See nicht fehlen. Zum Abschluss erhielt die Gruppe bei einer Führung durch den UN-Sitz in Genf spannende Einblicke in die Arbeit der Weltorganisation.
Auch der gesellige Austausch kam nicht zu kurz: Bei gemeinsamen Frühstücken und Abendessen wurden viele interessante Gespräche geführt. Die Reise wurde perfekt von Dekan Dr. Christoph Glimpel organisiert. Die Gruppe war sich einig, dass eine solche Studienreise unbedingt wiederholt werden muss.